Spieker

Zu einem der ältesten Gebäude in der Gemeinde Herscheid zählt der Spieker. Dieser Gebäudetrakt, der sich in unmittelbarere Nähe der evangelischen Apostelkirche befindet, besteht aus einem Bruchsteinhaus aus dem 15./16. Jahrhundert und einem deutlich jüngerem Fachwerkhaus mit angebautem Pferdestall. Der Name Spieker deutet darauf hin, dass es sich in früherer Zeit um einen Speicher gehandelt hat, in dem Hafer und andere Naturalien, die Bauern als Pacht an die Kirche zu zahlen hatten, gelagert wurden.  Seit einigen Jahren dient der Spieker als Heimathaus in dessen Räumen zahlreiche Ausstellungsstücke aus alter Zeit zu bewundern sind. Zusätzlich befindet sich, für Hochzeiten in einem besonderen Ambiente, ein Trauzimmer in dem ehrwürdigen Gebäude.

 

 

 

Der Spieker im Laufe der Jahrhunderte:

vor 1546 wird der Speicher durch ein Wohnhaus ersetzt, in dem der Vikar wohnt.

1686 beim Dorfbrand bis auf die Bruchsteinmauer niedergebrannt.

1759 Kirchhofsgut im Besitz von Peter Pollmann.

1794 erwirbt die Fam. Alberts das halbe Spiekergut.

1820 wird auf dem alten Fundament das heutige Fachwerkgebäude mit Pferdestall errichtet.

bis 1884 Gastwirtschaft- Landwirtschaft- Fuhrgeschäft.

1887 geht ein Teil des Spiekers auf den Schreiner Theodor Schröder über.

Vor dem zweiten Weltkrieg, bis zum Jahr 1943 befindet sich ein Woll - und Wäschegeschäft im Fachwerkteil des Spiekers.

Ab Anfang der 50er Jahre wurde im Keller des Spiekers 30 Jahre lang eine Heißmangel betrieben.

1984 wird das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt.

2005 geht der Spieker in den Besitz der Gemeinde Herscheid über.

2006 neben der Bücherei und dem Trauzimmer befindet sich die Heimatstube im Spieker.

2009 die Heimatstube wird nach Renovierungsarbeiten offiziell eröffnet.

2011 die Bücherei zieht in das Rathaus und so stehen die Kellerräume ebenfalls dem Geschichts-und Heimatverein Herscheid zur Verfügung.

2013 an dem Fachwerkgebäude werden umfangreiche Sanierungsarbeiten ausgeführt.