Juni 2016 - Chapeau Claque

 

Der Zylinderhut war um das Jahr 1820 ein Statussymbol der Bürgerschaft und gleichzeitig Bestandteil einiger Berufstrachten wie die des Kutschers oder Schornsteinfegers. Nach 1830 kam der Chapeau Claque, auch Klappzylinder genannt, auf. Dieser aus Satin und Schellack bestehende Herrenhut wurde mit einer Mechanik versehen mit der man die Röhre einklappen kann. Somit war er nur noch so hoch wie die Krempe und konnte platzsparend in der dafür vorgesehenen Hutschachtel verstaut werden. Ein leichter Schlag auf die Hutkrempe reichte, um den Zylinder wieder zu entfalten. Diese Art Kopfbedeckung wurde bis nach dem Zweiten Weltkrieg noch zu Hochzeiten, Beerdigungen oder anderen festlichen Anlässen getragen. Auch heute wird dieses modische Accessoire noch getragen, allerdings weniger zu Feierlichkeiten, sondern manchmal nur zum Spaß wie bei der Petersilienhochzeit. Auch für den Zauberer und beim Dressurreiten ist der Zylinder oder der Chapeau Claque Bestandteil der Kleidung.