März 2013 - Aufzeichnungen über Ober- und Nieder Holte und Stottmert

Bei dem Exponat des Monats März, handelt es sich um ein kleines, handgeschriebenes Heft, das dem Geschichts- und Heimatverein von Caroline Vedder aus Nieder-Holte zur Verfügung gestellt wurde und das ein Stück Herscheider Geschichte erzählt. In diesem kleinen Büchlein, dessen Alter und der Verfasser leider unbekannt sind, wurden die Häuser von Nieder-Holte, Ober-Holte und Stottmert  skizziert und die dort wohnenden Familien zusammengetragen.

Das Heft beginnt mit einer Zeichnung der Wohnhäuser in Nieder-Holte und der Aufzählung der Besitzer. So erfährt man aus den Notizen, dass das Raulfs Gut, welches im Jahr 1652 verfallen war, im Jahr 1749 einem Peter Henrich Raulf gehörte und später Emil Pieper dieses Gut von seinem Onkel Wermeckes erbte. Das Fischers Gut war überwiegend im Besitz der Familie Höllermann und ging 1805 durch Heirat einer Tochter mit Peter Friedrich Grüber in dessen Besitz. Für das Eschers-Vedders-Deckers Gut sind die Familiennamen Pieper, Kayser, Escher, Schmale, Vedder und Lohmann verzeichnet. Weitere Häuser sind das Piepers oder Vüörden Hus, das Hüllenhaus das Seusters Gut und ein Haus mit der Bezeichnung In der Fuar. Ein Haus mit dem Namen Ob der Grauwe soll laut dieser Aufzeichnungen Silvester 1806/1807 abgebrannt sein.

In Ober-Holte beginnt die Zeichnung mit dem Doppelhaus von Albert und Otto Geck, das im Jahr 1701 im Besitz des Joh. Stamm war. Durch Heirat kam es in den Besitz der Familie Baberg und wiederum durch eine Ehe in den Besitz der Fam. Geck. Zu diesem Haus gehörte das Gebäude In der Schmitte, bei dem es sich um die ehemalige Jugendherberge handelt. Es folgt eine Zusammenstellung zu dem Hüssmerts-Haus, welches laut der Aufzeichnungen bis 1798 ein Doppelhaus war und durch ein Feuer zerstört wurde. Nach dem Brand entstanden dort zwei einzelne Häuser. Zu diesen beiden Wohnhäusern werden die Familiennamen Höllermann, Cordt, Cramer und Hülter genannt. Zum Schluss wird noch der abgebrannte Backes erwähnt, dessen letzter Besitzer mit Bäcker Uerpmann angegeben wird.

Auch für Stottmert hat der Verfasser dieser kleinen Schrift die Lage der Häuser eingezeichnet und mit Namen versehen. Dabei handelt es sich um vier Teile des Paulmanns Gut mit den Familiennamen Stamm, Wigginghaus, Lange, Alberts, Cölsche, Brüggen, Buschhaus und Marlinghaus. Es folgt das Lösenbecks Gut mit den Bewohnern Scharpe, Baberg, Reuner, Pieper, Kraugmann, Bauckhage. Für das Piepers Gut wird als Besitzer nur die Familie Pieper genannt. Die Bewohner im Pauler Gut waren Paulmann, Cölsche und Marlinghaus. Zum Schluss folgt das Schevengut mit den Familiennamen Scheve und Stamm.

Neben den vorgenannten Informationen, hat der Verfasser jedes Haus mit der Nummer aus dem Hypothekenbuch versehen und zu einzelnen Familiennamen die Vorfahren mit Jahreszahlen zusammengetragen. Dies gibt dem Leser einen kleinen Einblick in die Geschichte der drei Herscheider Ortsteile.